Rechtsanwalt Kosten | Erstberatung | gerichtliche Vertretung | Gerichtskosten

Rechtsanwalt – Kosten für Erstberatung, gerichtliche Vertretung & Co.

Sie möchten wissen, welche Kosten auf Sie zukommen, wenn Sie eine juristische Beratung oder Rechtsbeistand benötigen? Hier finden Sie eine Übersicht aller möglichen Kosten für Anwaltstätigkeiten sowie Informationen zur Rechtsschutzversicherung.

Meist kommen Mandanten zum Rechtsanwalt, weil sie wegen von ihnen nicht beherrschbarer Rechtsprobleme keine andere Wahl haben. Wenn der Mandant sich zudem im Unklaren darüber ist, welche finanziellen Belastungen durch die Inanspruchnahme anwaltlicher Hilfe auf ihn zukommen, ist dies nicht gerade förderlich, die bestehende Schwellenangst abzubauen. Die Kanzlei Spilker & Collegen Rechtsanwälte ist stets bemüht, ihren Mandanten anwaltliche Spitzenleistungen zu einem nachvollziehbaren Preis anzubieten. Auch wenn Qualität ihren Preis hat, muss gute anwaltliche Beratung nicht unerschwinglich sein. Die anfallenden Kosten haben wir im Folgenden für Sie zusammengestellt.

Erstberatung

Damit Sie die Chancen Ihrer rechtlichen Angelegenheit bewerten können, benötigen Sie juristische Beratung. Dabei schildern Sie als Mandant uns den Sachverhalt und legen die dem Sachverhalt zugrunde liegenden Unterlagen vor. Dazu gehören beispielsweise Verträge und Korrespondenzen. So verschaffen wir uns einen ersten Überblick Ihrer rechtlichen Situation und können Ihnen Ihr mögliches Kostenrisiko darstellen.

Entsprechend des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG) sind Rechtsanwälte verpflichtet, für die Erstberatung eine Gebührenvereinbarung mit dem Auftraggeber abzuschließen. Wird keine Vereinbarung getroffen, richtet sich die Honorierung nach § 34 Abs. 1 RVG.

Wir von der Kanzlei Spilker & Collegen Rechtsanwälte berechnen für ein Erstberatungsgespräch pauschal 190,00 € zuzüglich Mehrwertsteuer.

Außergerichtliche Beratungstätigkeiten

Laufende außergerichtliche Beratungstätigkeiten und die Erstellung von Rechtsgutachten rechnen wir nach Stundensätzen ab. Diese sind frei vereinbar und belaufen sich je nach Anwalt und Schwierigkeit der Rechtsmaterie auf 200,00 € bis 250,00 € netto die Stunde.

Außergerichtliche / gerichtliche Vertretung

Im Regelfall rechnen wir unsere Gebühren nach den vom Gesetzgeber für angemessen erachteten Gebührentatbeständen des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes ab. Die hierbei entstehenden Gebühren sind überwiegend streitwertabhängig und berechnen sich dementsprechend nach dem Gegenstandswert. Je nach Art und Umfang der außergerichtlichen Anwaltstätigkeit wird auf die Wertgebühr ein Faktor zwischen 0,5 und 2,5 angewendet, wobei der Schwellenwert bei 1,3 (eine volle Gebühr zuzüglich 30 %) liegt. Dieser darf bei außergerichtlicher Beratung nur überschritten werden, wenn besonders schwierige oder umfangreiche Tätigkeiten nötig sind. So hat ein hohes wirtschaftliches Risiko und das damit zwangsläufig verbundene hohe anwaltliche Engagement auch ein höheres Anwaltshonorar zur Folge.

Hinweis: Bei erfolgreich geführtem Zivilprozess hat der unterlegene Gegner Ihnen nach § 91 ZPO  im Regelfall Ihre vollen Rechtsverfolgungskosten zu erstatten. Damit ist Ihre prozessuale Rechtsvertretung für Sie am Ende häufig kostenneutral. Schon deshalb ist eine sorgfältige Anwaltswahl wichtig! Verlorene Prozesse können für den Mandanten sehr teuer werden. Hier können Sie Ihre möglichen Anwaltskosten unter Eingabe des Streitwerts berechnen.

Kosten beim außergerichtlichen Vergleich

Wenn ein außergerichtlicher Vergleich mit Ihrem Gegner zustande kommt, einigen Sie sich auf einen Kompromiss. So gibt jeder etwas von seiner Position auf, wobei es jedoch trotzdem sein kann, dass eine Partei ein besseres Ergebnis erzielt. Musste beispielsweise eine Partei ein größeres Risiko tragen, spiegelt sich die Risikoverteilung im Vergleichsergebnis wieder. So wird auch die Kostenverteilung in der Vergleichsvereinbarung festgelegt. Wenn beispielsweise eine Partei ihre Forderungen zu 60 % durchgesetzt hat, sollte sie im Vergleich auch 60 % der Kosten tragen. In der Regel können beide Parteien jede Kostenregelung treffen, die sie möchten. Dabei gibt es nur eine Ausnahme: Wenn einer oder beide eine Rechtsschutzversicherung haben, übernimmt diese die Kosten beim Vergleich nur, wenn die Kostenregelung dem Verhältnis Obsiegen/Unterliegen entspricht. Klären Sie daher im Voraus mit Ihrer Versicherung, ob die Kosten im Falle eines Vergleichs vollständig oder zumindest teilweise übernommen werden.

Anwaltskosten bei Rechtsschutzversicherung

Wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen haben, bitten wir Sie, bereits vor der Erstberatung mit dem Versicherer zu klären, ob die entstehenden Kosten übernommen werden. Fest steht eine Kostenübernahme jedoch nie. Häufig werden bestimmte Kosten vom Versicherer nur teilweise oder gar nicht übernommen. Nach dem Erstgespräch können wir gern für Sie eine Deckungszusage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung einholen. Hierbei prüft Ihre Rechtsschutzversicherung, ob der Sachverhalt unter die versicherten Rechtsgebiete fällt. Dies ist davon abhängig, welche Rechtsschutz-Komponenten in Ihrer Versicherung enthalten sind. Beispielsweise benötigen Sie für die anwaltliche Bearbeitung eines arbeitsrechtlichen Sachverhaltes sowohl eine Privat- als auch eine Berufsrechtschutzversicherung. Weitere Faktoren, die bei der Deckungszusage eine Rolle spielen, sind die Wartefrist, der Risikoausschluss, die Aussichten auf Erfolg des Rechtsstreits sowie die Mutwilligkeit des beabsichtigten Rechtsstreites.

Bei positiver Entscheidung übernimmt der Rechtschutzversicherer die Kosten für den Rechtsstreit, mit Ausnahme Ihrer Selbstbeteiligung.

Wenn Ihr Versicherer die Erteilung einer Deckungszusage ablehnt, sollten Sie sich die Gründe näher erläutern lassen und die Entscheidung der Versicherung überprüfen. Weiterhin kann Ihr Anwalt einen Stichentscheid erwirken oder ein Schiedsgutachten erstellen lassen. Darüber hinaus kann ein unparteiischer Ombudsmann einberufen werden, welcher für oder gegen den Versicherer entscheidet.

Beratungs- und Prozesskostenhilfe

Wenn Sie aufgrund Ihrer persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse die Kosten anwaltlicher Hilfe nicht oder nur zum Teil aufbringen können und Ihnen keine anderen Möglichkeiten für eine Hilfe zur Verfügung stehen, haben Sie verschiedene Möglichkeiten:

Für eine außergerichtliche Beratung und Vertretung können Sie Beratungshilfe beantragen. Die Beratungshilfe beantragen Sie vor der Kontaktaufnahme mit dem Anwalt beim zuständigen Amtsgericht unter Angabe Ihrer Vermögensverhältnisse. Sie erhalten dann einen Berechtigungsschein für Ihr spezielles Rechtsanliegen. Ihr Anwalt kann darüber hinaus gem. Nr. 2500 VV RVG eine Schutzgebühr von 15,00 € von Ihnen verlangen.

Für eine gerichtliche Vertretung können Sie gem. § 114 ZPO Prozesskostenhilfe beantragen. Diese kann für Verfahren vor den Zivil-, Verwaltungs-, Arbeits- und Sozialgerichten gewährt werden, wenn die Rechtsverfolgung bzw. Rechtsverteidigung hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet und nicht mutwillig erscheint. Auch hierfür ist eine Antragsstellung unter Angabe der Vermögensverhältnisse nötig. Die Erklärung über Ihre wirtschaftlichen und persönlichen Verhältnisse wird von Ihrem Anwalt bei Gericht eingereicht. Nach Prüfung der vorgelegten Unterlagen wird Ihnen eventuell Prozesskostenhilfe, möglicherweise unter Festsetzung von Monatsraten bewilligt. Anfallende Gerichtskosten und Ihre eigenen Anwaltskosten werden dann von der Staatskasse getragen. Die Kosten der gegnerischen Partei müssen Sie jedoch selbst aufbringen.

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